Friday, June 29. 2012Vortrag an der Hochschule Aalen Heute habe ich etwas neues probiert: Ich halte einen Vortrag, in dem die Folien in HTML5 erstellt sind.Für mich neu, bisher habe ich Keynote und OpenOffice-Impress benutzt. Nach ein wenig rumprobieren scheint es aber spannend zu gehen - mal sehen was die Zuhörer dazu sagen. Es geht um das Thema Facebook (oder generell soziale Netzwerke) und Datenschutz: Was sammeln diese Netzwerke, was macht sie so attraktiv, aber auch gefährlich, was ausser den sichtbaren Daten wird gesammelt. Die Folien werden hier verlinkt (oder github oder was öhnliches, weiss ich noch nicht. Muss ich mal ausprobieren ;), Kommentare sind sehr erwünscht Thursday, May 10. 201212. Internationale Acappella-Woche: Die lange Acappella-Nacht Mittwoch ist traditionell der Tag der Pop-Gruppen bei der Acappella-Woche. Mittwoch ist das Konzert immer im Pavillon, mit einer relativ kleinen Bühne und einem langen hochgezogenen Zuschauerraum. Heute abend treten hier gleich drei Gruppen auf: Delta-Q, Newcomberband aus Berlin, die den Video-Wettbewerb für sich gewinnen konnte, Hartmuth und die Hitmaschine und Sonic Suite.Delta-Q sind eine Acappella-Gruppe aus Berlin, die sich erst im Januar gegründet haben - zwei Mitglieder von "Vokalverkehr", die letztes Jahr bereits bei der Acappella-Woche dabei waren (und mit deren Video damals gewonnen hatten Auf der Bühne sind die vier zwar sehr nervös, aber sie liefern die Stücke recht passabel ab - eine schöne Version von "Freude, schöner Götterfunken", andere durchaus schwierige Jazz-Stücke, wobei auch ein oder zwei Stücke von Vokalverkehr dabei sind - man merkt die Wurzeln ein wenig Hartmuth und die Hitmaschine ist ein Projekt von zwei Leuten die sich schon lange kennen - Patrick von muSix und Lukas von maybebop. Sie gingen bereits gemeinsam zur Schule und hatten da schon ihre ersten gemeinsamen Auftritte. Seit letztem Sommer machen sie dann zusammen mit ihrem Tontechniker gemeinsame Auftritte als "Hartmuth und die Hitmaschine", wo sie eine Loopmaschine und Effektmischer einsetzen um Covers (oder eigene Stücke) zu präsentieren. Beides sind Rampensäue, und das merkt man ihnen an Nach der Pause kommt es zum Hauptact: Sonic Suite. Die Gruppe existiert zwar bereits seit einigen Jahren, aber in Deutschland sind sie noch nicht so bekannt - dafür aber international. Sie haben schon einige Preise bekommen und machen momentan die Welt-Tour von DJ Bobo als Vorprogramm mit. Die Acappella-Woche hatte das Glück dass DJ Bobo gerade Tourpause macht und sie daher diesen Abend "frei" haben. So haben wir das Glück sie heute abend hören zu dürfen. Die Mitglieder der Gruppe wurden letztendlich gecastet - ein Teil kannte sich, ein Teil wurde durch Vorsingen dazugeholt. Zusammen klingt sie gut, auch die Stimmen bauen gut aufeinander auf und sie haben gute Eigenkompositionen, die in Richtung Pop und Jazz gehen. Indra hat zwischendurch ein Beatbox-Solo - was mich nicht wundert, schließlich kann er das sehr gut und war zwischendurch deutscher Vize-Meister im Beat-Boxen. In der Gruppe hält er sich allerdings zurück und lässt seinen Kollegen den Vortritt. Was mir gerade bei diesem Konzert allerdings auffällt ist, dass Sonic Suite recht verloren auf der Bühne wirken - als würden sie sich ducken wollen und nicht auffallen wollen. Ich weiss nicht woran es liegt; aber es wirkt alles etwas zögerlich. Vielleicht gerade durch den Kontrast durch Lukas und Patrick, die eine Bühne einfach ausfüllen und denen die Bühne nicht groß genug sein kann, sind diese sechs Mädels und Jungs eher eng zusammen, so als würden sie sich nicht trauen, die Bühne als Plattform (aus-) zu nutzen. Vielleicht müssen sie sich noch dran gewöhnen; weil die Lieder auf der CD (special für die DJ Bobo Tour, wers mag...) klingen deutlich selbstbewusster und kräftiger. Ansonsten ist es ein runder Act - mit den ersten zwei Liedern präsentieren sie ihr können und laufen sich erstmal warm (und zwischendurch singen sie auch unplugged), danach kommen mitreißende oder auch melanchonische Stücke, gut auf die Gruppe komponiert und durchaus gut zum Zuhören. Gerüchten zufolge wollen sie im Winter ihre eigene CD haben - ich bin mal gespannt was dabei rauskommt. Wednesday, May 9. 201212. Internationale Acappella-Woche: The London Quartet - Cantabile Schloß Landestrost ist - wie eigentlich immer - eines der ersten Konzerte, welches ausverkauft ist. Kein Wunder finde ich - das London Quartet lohnt sich auf jeden Fall. Wir haben sie bereits in Stuttgart in der Hospitalkirche erlebt (ein Konzert, welches vom Renitenztheater veranstaltet wurde), dabei haben sie hauptsächlich klassische, ernste Stücke vorgetragen.Heute abend ist der Titel des Programms "humour & harmony, Acappella style" welches eher auf einen Comedy-Abend hinweist, und dies beginnt mit schönem britischen Humor. Nach der Ansage singen / spielt das Ensemble ein klassisches Werk, nicht ohne danach bei der Begrüßung darauf hinzuweisen dass sie nicht "The London Symphonic Orchestra" seien, sondern das "London Philharmonic Orchestra", welches man selbstverständlich auch als intelligenter Zuhörer heraushören würde. In diesem Stil gehen die Ansagen und Stücke weiter - es werden entweder die Zuhörer oder die Mitsänger auf den Arm genommen, aber auf eine herzlich elegante Weise, dass man niemandem böse sein kann. Dabei gibt es eine musikalische Zeitreise - von Madrigalen geht es über Suzette (das Lied, in dem alle französischen Phrasen, die Engländer kennen, vorkommen) bis hin zu "Shine" von Take That, bevor es weiter im Jazz mit Gershwin und Duke Ellington geht. Eine Besonderheit ist dabei das "Cricket Tea Towel": The In and Outs of Cricket, in dem die Anleitung für das Cricket-Spiel verarbeitet wird. Das Lied "Dry Bones" von den Delta Rhythm Boys wird noch ein wenig aufgepeppt - nicht nur in dem jeder angesprochen Knochen gezeigt wird, sondern - für die Mediziner unter den Zuschauern - indem die lateinischen Namen am Ende gesungen werden. Und so geht es mit viel Humor bis an das Ende ihres Programms, wo sie zeitweise den Text eines bekannten Stückes aus "Cats" vergessen, um dann mit "Strangers in the Night" den Abend ausklingen zu lassen. Tuesday, May 8. 201212. Internationale Acappella-Woche Hannover: Orlando di Lasso Ensemble Orlando di Lasso war ein Komponist aus dem 16. Jahrhundert, welcher als bedeutendster Komponist der Zeit angesehen wird, weil durch ihn die Musik der Spätrenaissance durch den intensiven Einsatz der Vokalpolyphonie erfolgreich gemacht wird.Das Ensemble welches nach ihm benannt wurde singt nun hauptsächlich Lieder von Orlando di Lasso, aber auch andere Komponisten aus der Zeit, wobei sie möglichst die Originalquellen finden und den ursprünglichen Charakter der Musik dem Zuhörer nahe bringen wollen. Das Konzert findet im Marienkloster statt, in dem wir schon einige Aufführungen erlebt haben - immer frühe Musik, teilweise aus dem 8. Jahrhundert, aber auch sonst eher unbekannte Stücke die in der Klosterkirche durch die schöne Akustik gut zur Geltung kommen können.# Heute abend singt das Ensemble, bestehend aus zwei Sopranen, zwei Tenören, einem Bass und einem Altus (der auch der Leiter des Ensembles ist), Madrigale nach Francesco Petraca, welcher knapp 200 Jahre vor dem Komponisten gelebt hat. Die Stücke selbst sind in den unterschiedlichsten Lebensabschnitten von di Lasso entstanden - von 1555 bis 1585, also über eine Zeitspanne von 30 Jahren, was zu der Zeit mehr als die Hälfte der erwarteten Lebenszeit entsprach. Die Stimmen harmonieren sehr gut miteinander, es gibt keinen der raussticht oder den Gesamtklang beeinflusst; das macht das Hörerlebnis sehr angenehm. Die Texte der Stücke werden (auf deutsch) teilweise vorgelesen, was durchaus hilft, die Poesie des Textes nachzuempfinden. Die Musik ist oft auch so geschrieben, dass sie den Text unterstützt - wenn es um Lachen geht, gibt es entsprechende kurze, leicht abgehackte Tonfolgen, wenn es um den Tod oder das Lebensende geht werden die Töne getragener, langsamer und einstimmiger. Für seine Zeit war Orlando di Lasso der Überflieger - er hat neue Akzente in der Musik gesetzt, eine neue Stilrichtung geprägt. Heute ist er (finde ich) eher langweilig; vielleicht aber auch nur die Interpretation: Vieles klingt sich ähnlich, es gab wenig Akzentuierung oder es fehlten einfach einige heute selbstverständliche Effekte wie Piano oder Forte. Aber das stört den Gesamteindruck des Abends nicht - mich würde da eher interressieren ob das nun an di Lassos Komposition oder an der Interpretation durch das Ensemble liegt. Trotz der Ähnlichkeit waren die Stücke trotzdem schön ausgesucht und vorgetragen und der Vortrag war rundum gelungen. Monday, May 7. 201212. Internationale Acappella-Woche Hannover: Vocal Siete Das eigentliche Eröffnungskonzert dieses Jahr findet im Cavallo statt: Diese Aufführungsstätte wurde letztes Jahr zum ersten Mal genutzt, mit Vollbestuhlung, um moderne(re) Musik den Zuhörern zu präsentieren, inklusive einer Uraufführung, bei der der Komponist anwesend war und alle Gruppen des Abends beteiligt waren.Dieses Jahr gibt es einen Auftakt der anderen Art: Vor der Bühne gibt es eine freie Fläche, es sind aussen eher Tische aufgebaut, auf denen man sein Getränk abstellen kann; ansonsten darf man stehen. Das ist Absicht, da heute abend Tanzmusik kommt: Vocal Siete sind sind sieben Männer von den kanarischen Inseln, die bekannte (und bei uns unbekannte) Stücke covern - oft auf spanisch, aber nicht ohne ein Augenzwinkern dabei. Dazu gehört eine Persiflage auf Tom Jones, Stücke von den Jackson 5 aber auch von den Flying Pickets. Einer der Sänger übernimmt die Ansagen mit einem leidlichen englisch, während die Anderen sich auf das Singen konzentrieren. Die Aufteilung der Stimmen ist recht statisch; einer hat sich auf Beatboxing spezialisiert und es gibt drei Haupt-Melodiesänger. Die Stücke werden gut gesungen - es gibt immer wieder kleine Show-Einlagen und Einwürfe, und es werden eher bekannte Lieder vorgetragen, die beim Publikum auch gut ankommen; damit wird die Stimmung praktisch garantiert. Die Sänger animieren das Publikum, auch mitzutanzen und holen sich für einige Stücke auf Freiwillige auf die Bühne - was zumindest die Stimmung lockert und einige Zuschauer wirklich dazu bringt, sich ein wenig mehr zu bewegen als nur mit den Füßen zu wippen - das Eis war damit dann gebrochen. Und was soll man sagen? Es wurde Tanzmusik, es sollte nichts anderes werden und die Jungs haben gut aufgespielt Das Publikum hat sich auch mitziehen lassen - anfangs gab es eher Gemurre wegen fehlender Stühle, aber nach kurzem war das vergessen und die Zuhörer hatten einfach Spass. Sunday, May 6. 201212. Internationale Acappella-Woche Hannover: Folkwang Vokalensemble Das erste Konzert der diesjährigen Acappella-Woche ist in der kleinen Johanneskirche in Völksen. Ein ungewöhnlicher Start, aber es passt zu unserer Stimmung - gestern abend monumental, heute eher ein leiser Beginn der Acapella-Woche.In dieser Kirche waren wir bereits letztes Jahr zu einem Gesprächskonzert, dieses Jahr darf das Folkwang Vokalensemble ein wenig zeigen, wie Komponisten voneinander abgeschrieben bzw. Ideen übernommen haben und wie sich das durch die Musikgeschichte zieht. Das Ensemble selbst erleben wir hier zum dritten Mal - dabei waren wir einmal mit dabei, wie sie einen Meisterkurs erleben durften. Das Ensemble hat sich seit dem letzten Mal wieder verbessert - vorher war es so, dass die Frauenstimmen jeweils aus einer "starken" Sängerin und einer Begleitung bestand, dieses Jahr sind sie stimmlich gleichberechtigt - und alle Sänger singen Soli, teilweise auch völlig alleine. Das Konzert ist eine spannende Mischung aus Musik von der Gregorianik bis zum deutschen Volkslied; Professorg Jörg Breiding möchte zeigen, wie sich die Musik entwickelt von der Frühzeit, und welche Mittel die Komponisten anwenden um Stücke zu zitieren oder bei sich einzubauen. Den stärksten Kontrast erlebt man bei "Ubi caritas" von Duruflé, wobei vorher das Zitat in der gregorianischen "Reinform" alleine gesungen wird. Für mich ist das Ubi Caritas schon alleine deswegen spannend, weil auch der Akachor in Stuttgart diese Motette (Quatre Motets) von Duruflé vor nicht allzulanger Zeit aufgeführt hat und ich daher das Stück ziemlich gut kenne. Die Auswahl der Stücke ist gut - natürlich viel Renaissance dabei, das Spezialgebiet des Vokalensembles; aber mit den Erklärungen von Prof. Breiding wird das ganze auch für die nicht so geübten Zuschauer kurzweilig und spannend. Richtig schön war "Double, Double Toil an Trouble" von Jaako Mäntyjärvi, der die Hexen bzw. das Hexenmahl aus Shakespeares Macbeth besungen hat - man erkennt im Lied wunderbar die finnische Prägung bzw. Herkunft des Komponisten. Die letzten zwei Stücke waren dann Volkslieder - aber nicht in der üblichen, bekannten Art gesungen, sondern einmal ein Arrangement von Max Reger und einmal eine speziell für "Singer Pur" komponierte Version von "Zu Regensburg auf dem Kirchturmspitz", bei der die Sänger alle möglichen Tierarten imitieren mussten - ein Heidenspaß! Ein schöner Start in die Woche, ich bin sehr gespannt auf die weiteren Konzerte Maybebop monumental: Mit dem NDR Pops-Orchester Maybebop ist eine Acappella-Band, die dieses Jahr ihr zehnjähriges Bühnenjubiläum feiert. Da dürfen auch durchaus mal Experimente stattfinden - wie dieses Jahr, wo sie mit dem NDR Pops-Orchester gemeinsam Stücke von Maybebop aufführen.Das ganze findet auch noch im großen Sendesaal des NDR statt, in den richtig viele Zuschauer reinpassen. Wir hatten die Gelegenheit, das letzte Konzert zu erleben - das Orchester kannte Maybebop inzwischen gut, der Dirigent war entspannt und locker, auch die vier Jungs hatten viel Spass an der Geschichte. Und was bekamen wir? Eine sehr gute Mischung an älteren und frischen Liedern von Maybebop, sehr gut untermalt vom Orchester. Der Dirigent selbst hat die Arrangements geschrieben, und zu Stücken wie "Fpaniff" auch die ensprechend spanischen Klänge aus den Trompeten zaubern lassen. Spannend fand ich, dass (wenn Maybebop alleine sangen) die vier Sänger gut zu verstehen, - und vielleicht ein klein wenig zu laut für diesen Saal waren; aber sobald das Orchester dazu kam ihre Verstärkung nicht mehr ausreichte - das Orchester "über"spielte sie einfach mal eben Toll war auch die Kommunikation mit dem Orchester - man merkte, die Spieler hatten sehr viel Spass an dieser Veranstaltung; bei den Impros hat Oli sie sogar bei der ersten Impro mit eingebunden - als Beat war Techno gewünscht worden und das Schlagzeug durfte schonmal den Schlag vorgeben, die Geigen und Violoncelli durften Töne einwerfen, die Flöten haben spontan beschlossen sich auch einzubringen - man merkte, sie wollten dabei sein und Spass haben. Mein persönlicher einziger Wehrmutstropfen ist dass die Stücke im ersten Teil "zu nah" an den Originalen waren - aber das änderte sich im zweiten Teil; vielleicht weil dann auch die Stücke nicht mehr Mainstream-Stücke waren, sondern durchaus auch nachdenklich oder kontrovers. Der Beginn des zweiten Teils mit dem König von Thule, den Sebastian als Baß anführt, wo ihn das Orchester weich begleitet, zwischnedurch dann "auf mich herab", wo die Triangel und das Schlagzeug das EKG bzw. den Herzschlag simulieren - da gab es dann doch eine Gänsehaut. Einfach genial arrangiert. Die Hannnoversche Allgemeine Zeitung hat eine gute Kritik über das Samstags-Konzert geschrieben (ich werde sie nicht verlinken, da ich keine Lust habe, von VG Wort bzw. den Verlagen abgemahnt zu werden), das Konzert am Samstag hat dem wohl noch die Krone aufgesetzt Thursday, January 26. 2012Brauchen wir ein neues Internet? Der Titel war die Überschrift zu einer Podiumsdiskussion im Stuttgarter Rathaus, zu der die Friedrich-Ebert-Stiftung eingeladen hatte. Mit dabei waren Alvar Freude (Programmierer, Mitglied der Enquete-Kommission), Thomas Fischermann (Co-Buch-Autor des Buches "Zeitbombe Internet", das als Aufhänger diente) und Jörg Klingbeil, Datenschutzbeauftrager des Landes Baden-Württemberg.Im Publikum habe ich einige Leute vom CCCS gesehen, andere Interessierte; Piraten weniger; aber die kenne ich inzwischen auch zuwenig. Nach einer kurzen Einführung von Herrn Fischermann (der mehr über die Entstehung des Buches referierte als über die Gefahren oder Probleme des Netzes an sich) kam es in einer Fragerunde erst einmal zu einer Diskussion ob die Gefahren wirklich "am Internet" liegen oder ob diese nicht ausserhalb des Netzes zu suchen sind; social Engineering findet nicht nur im Netz statt, darüber läuft nur die Kommunikation zum Beispiel. Mein Eindruck der Diskussion war allerdings eher gespalten. Herr Fischermann war noch am unterhaltendsten, weil er Beispiele "aus dem wahren Leben" einfliessen lassen konnte; aber wirklch Beweise für seine Stories konnte er nicht bringen oder brachte sie im falschen Zusammenhang - er wollte Stuxnet als Teil des Cyberwars aufzeigen, allerdings war es gerade bei Stuxnet so, dass die Anlagen nicht am Internet hingen sondern via USB-Stick der Trojaner eingeschleust wurde. Andere Stories konnte er nicht wirklich belegen; oder mir sind diese Geschichten zumindest bisher nicht in der Form bekannt gewesen und konnte sie daher bisher auch nicht nachprüfen. Herr Klingbeil war - aus meiner Sicht - leider fehl am Platze weil es in der Diskussion selbst hauptsächlich im (Internet-)Security ging und weniger um Datenschutz. Das ist vielleicht auch dem geschuldet, dass das Buch sich primär mit (fehlender?) Sicherheit beschäftigt und auch Alvar in der Enquete-Kommission mehr mit Security denn mit Privacy zu tun hat. Das hat Herr Klingbeil aber auch selbst offen so gesagt Und Alvar? Alvar wurde als einziger der Diskutanten von der Moderatorin Monika Ermert geduzt Immerhin hatten Stefan, pi und ich dann noch kurze Diskussionen nach der Veranstaltung, das hat den Abend wieder ein wenig verschönert Friday, November 11. 2011Meine Erfahrungen mit Synology Ich habe die letzten Wochen mich zwangsweise recht intensiv mit meinem Datengrab beschäftigt - ich besitze eine DS1511+ und ein DX510, das heisst ein Storage mit 10 Festplatten drin. Überdimensioniert, keine Frage Das GUI ist erstaunlich gut, übersichtlich und durchaus sinnvoll angeordnet. Es gibt schöne Features wie rsync-Backups, Lokale Backups auf USB und ähnliches. Und es gibt - wenn man will und es anschaltet - SSH-Zugänge. Man kommt dann auf ein Busybox; man befindet sich also auf einem Linux. Ein bisschen herumschauen zeigt, dass es mit md und lvm arbeitet. Praktisch Nebenbei ist es gut angebunden an MacOS, Linux und Windows. Zumidest hatte ich da bisher keine Probleme mit, auch mit ACLs die Leute an das System zu kriegen. Nun ist es mir zweimal passiert dass das erstellte Volume (RAID6, 2 Platten dürfen ausfallen) kaputt ging. Einmal - nach einem Firmware-Upgrade des Storagesystems zeigte das Filessystem eine immens hohe Prozentzahl an benutztem Speicherplatz an - und behauptet, ich hätte 16Exabyte an Platz insgesamt. Da war klar, dass Filesystem muss irgendwo eine Macke bekommen haben. Ich schrieb dem Support ins Kontaktformular die Ausgabe von df -h und ähnlichem, sie baten mich um eine Diagnose-Datei, die man via Web-GUI erstellen konnte. In der Zwischenzeit hatte ich mich via ssh selbst auf der Maschine umgeschaut und festgestellt dass ein fsck.ext4 existierte. Ich habe ihn ausprobiert Es hat ein paar Tage gedauert (und ich musste um Platz zu bekommen, eine lokale USB-Platte anschließen), aber der fsck hat das Filesystem checken können und dann fehlerfrei übergeben. Ich habe wenige bis keine Dateien gefunden die wirklich kaputtgegangen waren - das ist für mich schonmal ein Hinweis auf saubere Arbeit. Insbesondere wo ein Freund zwischendurch meinte, die aktuellen e2fstools können nur Filesyteme bis 16TB... Und der zweite Fail passierte letztes Wochenende. Ich baue gerade mein Arbeitszimmer um und musste dafür den Schreibtisch vom Schrank abschrauben. Dabei bin ich wohl gegen den Stromstecker der Erweiterungseinheit gekommen - die war mal kurz stromlos. Mochte das System überhaupt nicht; kein Wunder. Da diesmal das System zwar die Platten, aber nicht das md-Device zeigte (nicht in /proc/mdstats, nur in dmesg dass es sowas geben sollte) habe ich diesmal die Finger davon gelassen und wieder den Synology-Support angeschrieben. Ich hab das Debug-File gleich angehängt, so dass es schneller gehen konnte. Diese wollten dann SSH-Zugang (kein Problem, die kritischen Daten sind eh so verschlüsselt dass ein Container auf dem Storage liegt) und kurze Zeit später haben sie nicht nur das Volume wieder zum Laufen gebracht, sondern auch einmal sauber rebootet um zu überprüfen ob danach immer noch bzw. wieder alles tut. Dafür dass ich "nur" Endkunde bin und keinerlei Supportvertrag mit ihnen habe finde ich das einen guten Support. Monday, May 16. 201111. internationale Acappella-Woche: Abschlußkonzert in der Markuskirche Im Gegensatz zu den letzten Jahren ist dieses Mal das Abschlußkonzert nicht im NDR Sendesaal oder einem großen anderen Auftrittsort, sondern in der Markuskirche - was dem Abschlußkonzert eine besondere Atmosphäre gibt. Das Konzert startet pünktlich und schon bald stehen VocaMe und ihr Mentor auf der Bühne. Sie führen die Zuhörer in die frühe Musik ein - und als Bonbon machen sie eine Quasi-Premiere, weil der Komponist der modernen Urauffühung von Mittwoch, Hans Schanderl, sich dazugesellt und ein Stück mitspielt. Ein Zusammenführen von Gegensätzen, wenn man so will.Danach dürfen Postyr auf die Bühne; bei diesen habe ich allerdings den Eindruck dass sie nicht auf ein Kirchenkonzert vorbereitet waren - die Kostüme waren zumindest eher dem gestrigen Abend angemessen. Heute singen sie allerdings eher ruhige Lieder - also musikalisch passt es in die Umgebung, und auch der Einsatz der Verzerrer wurde für diese Gelegenheit minimiert. Dort, wo es für das Stück wichtig ist wird er benutzt, aber er hat keine "Sonderrolle" wie gestern, wo er mit Hilfe einer Kamera auch noch vorgeführt wurde; heute war er "nur" notwendig. Die letzten beiden Stücke gefallen mir am besten - einmal ohne Verzerrer, dafür mit Gitarre, ein getragenes Stück, und zuletzt ein Stück ohne Mikrofone überhaupt. Nach der Pause darf das Eva Quartett auf die Bühne, die einen Teil ihres Konzerts von Freitag noch einmal zum Besten gibt. Die Stimmen sind - trotz des starken Halls in der Markuskirche - gut aufeinander eingespielt und so klingen die Volkslieder kräftig und geben die gewünschte Stimmung gut wieder. Auch wenn ich die Stücke bereits kannte - sie noch einmal zu hören hilft um sie zu geniessen; ich kann auf andere Nuancen achten und entdecke dabei noch ein paar Neuigkeiten. Zu guter Letzt dürfen Pust ihr Können auf die Bühne zeigen - sie haben sich angepasst und hauptsächlich die Lieder im Programm die auch mit dem Hall in der Kirche klarkommen; das macht es schon, zuzuhören. Auch ihre Choreographie passt; sie brauchen keine Lichteffekte oder andere Zusätze, ihre Präsenz reicht aus um das Publikum beeindrucken zu können. Mit diesen Stücken wird das Festival für dieses Jahr beendet - einerseits "leider", weil es schon zuende ist, andererseits ist es schön, wenn es so ruhig enden kann. Ich bin auf jeden Fall erst einmal voll mit neuer Musik und Gruppen, die ich weiterhin hören und verfolgen werde Sunday, May 15. 201111. internationale Acappella-Woche: Matinee mit dem Eranos Ensemble Am Sonntag morgen gab es eine Premiere: In der Johanneskirche zu Völksen gab es eine Matinee, eine Einführung in Musikgeschichte.Die recht kleine Kirche ist ein wunderbarer Ort für diese Matinee, bei der das Eranos Ensemble ein wenig die Musik um 1600 herum erklären möchte. Dazu hat das Ensemble einige Lieder dieser Zeit einstudiert, und der Leiter des Ensembles, Frank Löhr, erklärt die damals neuen Bewegungen - Instrumente zu den Sängern dazusetzen, Musik und Text verbinden, so als würde man ein Theater mit Instrumenten und Sängern ausstatten - die ersten frühen Opern entstehen um diese Zeit. Die Völksener Kirche ist dafür ein schöner Ort - es gibt genug Hall, dass die Lieder wirken können, aber sie ist klein genug dass sich die Sänger nicht anstrengen müssen wenn sie Solo-Parts haben. Auch hat Prof. Löhr einige Instrumente mitgebracht, so dass wir die Wirkung erleben dürfen, wenn einmal der Bass von der Orgel kommt oder die Harfe eine Begleitmelodie spielt. Für mich ist diese Matinee ein gutes Erlebnis - es ist mal um die Mittagszeit herum ein Konzert, mit schönen Erklärungen um die Musik und den Stil der Zeit dabei und damit kann man die Musik schön nachvollziehen. Ich habe auch das Gefühl, dass den Sängern diese Art von Konzert Spass macht, weil man doch ein engeres Verhältnis zum Publikum bekommt als wenn die Lieder einfach nur vorgetragen werden. 11. Internationale Acappella-Woche in Hannover: Internationale A-Cappella-Nacht mit Vokalverkehr, Me, Myself and I, MundArt und Postyr Heute abend ist im Pavillon schon längst alles ausverkauft: Trotz Lena, trotz Eurovision Song Contest. Heute wird es ein bunter Abend - insgesamt vier Gruppen treten bei der internationalen Acappella-Nacht auf. Alles eher im Bereich Pop oder Jazz angesiedelt, daher ist der Pavillon auch die richtige Bühne dafür.Die Schlange vor dem Pavillon ist schon lang als der Einlass beginnt, aber da wir nicht vorne sitzen wollen haben wir gute Chance unsere Lieblingsplätze zu bekommen. Ziemlich pünktlich beginnt das Konzert - und zwar mit dem Gewinner-Video des Wettbewerbes, den das Festival ausgeschrieben hat: Gruppen sollten ein maximal 3 Minuten langes Video einreichen in dem sie einen Song singen und sich damit "präsentieren". Die Gewinner dürfen dann heute abend auftreten. Das Video ist gut gemacht (schwarz-weiss, mit doppelter oder dreifacher Geschwindigkeit abgespielt. Und direkt nach dem Video tritt die Gruppe selbst auf - selbstbewusste vier Berliner die sich Vokalverkehr nennen , die von Anfang an die Bühne für sich einnehmen und mit dem Publikum spielen. Sie singen Cover, auch von bekannten Gruppen oder Sängern, haben diese aber individuell angepasst oder verfasst und sind selbst bei der Choreographie immer wieder gut dabei. Ich würde sagen, sie sind gut auf einem aufsteigenden Ast und ich bin gespannt, mehr von ihnen zu hören! Als zweites kam die Gruppe Me, Myself and I, kommend aus Polen. Eine Sängerin, ein Bass und ein Beatboxer, von der Aufteilung her erinnern sie mich ein wenig an "Mauf". Allerdings nutzt der Bass sehr viel elektronische Verfremdungen um seine Stimme zu präsentieren - während ein Kompressor noch fast normal wäre nutzt er ein Gerät um mit nur einem Ton einen Dur-Dreiklang zu erreichen. Die Musik klingt spannend, fremd nach den vorher "reinen", nicht verfremdeten Tönen und man muss sich erst einmal reinhören. Die Darstellung auf der Bühne gefiel mir jetzt nicht so - einfach weil ich lieber gerne eine Gruppe habe die auch mit dem Publikum kommuniziert auf irgendeine Art und Weise und nicht nur vor sich hin singt. Aber ihre Einleitung für ein Stück (welches sie für ein Computerspiel geschrieben haben" zeigt, dass sie Studio-Sachen wohl ordentlich machen können und auch gerne verwendet werden. Nach der Pause (in der zwischendurch ein wenig Eurovision Song Contest gezeigt wurde) kommt eine Gruppe aus Weimar dran: Mundart. Sie beginnen mit einem Cover von "Ganz schön feist" und machen mit eher jazzigen Covers weiter. Zwei der Jungs kenne ich bereits - sie sind auch in der Gruppe Tonalrausch und sind mit dieser beim Festival aufgetreten. Die Intonation ist gut, aber irgendwie habe ich das Gefühl dass sie das Publikum nicht so stark im Griff haben wie Vokalverkehr - aber das ist nur mein Eindruck. Auf jeden Fall macht es Spass, zuzuhören. Und zu guter Letzt kommt eine Gruppe aus Dänemark: Postyr. Sie machen eine Mischung aus Elektro, Jazz und Popstücken, allerdings auch mit elektronischer Unterstützung beim Bass. Die Stimmen sind stark, überraschend kräftig, aber ich habe das Gefühl als sei das (Pop-)Genre nicht ihr Wunsch-Genre - oder dass die elektronische Unterstützung zu stark ist. Die selbstgeschriebenen Lieder sind eher simpel, in meinen Augen recht mainstreamig. Der Beatboxer und Bass hat sich noch ein zusätzliches Schmankerl ausgedacht, und zeigt sein Verzerrer-Instrument mit einer Kamera dem Publikum, so dass man sehen kann welche Tasten er drückt. Das mag zwar eine Zeitlang interessant sein, ich finde aber es lenkt eher ab. Postyr endet mit zwei eher ruhigen Stücken - einmal mit Gitarrenbegleitung und eines ganz ohne Mikrofone. Hierbei zeigen sie dass sie gut singen können und auch Intonationsmäßig gut zusammenarbeiten - die Stimmen sind klar und ausgeprägt. Ein schönes Ende für diese Vorstellung und das Konzert. 11. Internationale Acappella-Woche in Hannover: Kinderkonzert mit den Hannover Harmonists Nach vielen Jahren ohne ein Konzert für Kinder wird es dieses Jahr wieder möglich: In der Tellkampfschule Hannover machen die Hannover Harmonists zusammen mit dem Figurentheater Marmelock ein Kinderkonzert - die Pinguine in der Antarktis bekommen Besuch von der Ratte Bruneau aus Paris. Dabei erzählen sie Bruneau, wie sie so in der Antarktis leben - und das musikalisch. Das Programm bzw. die Lieder sind durchaus auf Kinder abgestimmt und auch so aufgeführt dass die Kinder Spass haben; sie werden auch immer wieder aufgefordert, mitzuklatschen oder auch mitzusingen. Die Tellkampfschule hat eine schöne Aula, in der genügend Platz für alle Kinder und ihre Eltern ist. Die Aula ist gut gefüllt und der Ton ist gut abgestimmt. Die Ratte Bruneau, das Telefon und andere lustige Figuren werden vom Figurenthater Marmelock mit einer schönen Stimme versehen - ideal für die Kinder, um der Geschichte folgen zu können. Saturday, May 14. 201111. Internationale Acappella-Woche in Hannover: Eva Quartett in der Kreuzkirche Diesen Abend verlassen wir die moderne Musik und begeben uns eher in den Bereich Volksmusik - aber nicht deutscher Volksmusik sondern bulgarischer. Das Eva Quartett singt eine Mischung aus bulgarischen Volksliedern und -weisen, aber auch Kantaten oder moderne Stücke. In der Kreuzkirche Hannover präsentierten die vier Sängerinnen eher die Volksweisen, auf eine einfache aber eindrückliche Art. Auch wenn ich die Texte nicht verstehen konnte waren die Lieder unterhaltsam und alle unterschiedlich. Eine ganz andere Kultur, auch wenn das Land Bulgarien relativ nahe an uns dran ist; die Musik hat sich anders entwickelt als bei uns.Friday, May 13. 201111. Internationale Acappella-Woche in Hannover: Meisterkurs-Konzert Dieses Jahr gab es wieder einen Meisterkurs, diesmal unter der Leitung des Hillard Ensembles, in den Räumen des Hannoveraner Knabenchores. Diese Kurse waren aufgeteilt: Vormittags hatte jedes der vier Ensembles knapp eine Stunde mit einem der vier Sänger des Hillard Ensembles, nachmittags wurde die Uraufführung des Stückes von Hans Schanderl gemeinsam geprobt.Jedes der vier Ensembles hatte eigene Stücke mitgebracht; bis zu vier Stück. Diese waren bis auf wenige Ausnahmen aus dem zwanzigsten Jahrhundert, das Stück von Hans Schanderl war die einzige geplante Uraufführung. Ich hatte mir verschiedene Ensembles während der Proben angehört, es war sehr spannend welche unterschiedlichen Stücke geübt wurden und mit welchen Mitteln die Sängerinnen und Sänger ans Werk gingen. An diesem Abend wurden nun die Ergebnisse des Kurses (eigentlich sinds ja vier Kurse) vorgestellt: Im Cavallo, einem (für uns) neuen Aufführungsort durfte jedes Ensemble vor dem interessierten Publikum singen. Der Raum selbst ist schön gemacht: Vorne eine relativ kleine Bühne, Stühle aufgestellt und hinten gibt es über den Tresen eine Empore. Nach der Einführung durch Roger Cericius darf das Ensemble Formosa ihre Stücke vortragen: Das Ensemble Formosa aus Regensburg beginnt mit Stücken unter anderem von Arvo Pärt, Orlando die Lasso oder Graham Lack. Klar vorgetragen, sind die Stücke schon beeindruckend genug; der Raum hilft auch mit weil er sehr trocken ist - es gibt keine Probleme mit Hall oder ähnlichem. Danach kommt das "neue Vokalensemble der Hochschule für Musik und Theater M(edien?) Hannover". Diese acht Sängerinnen und Sänger wenden sich Stücken von Rihm (Mit geschlossenem Mund) und Nono (donde estas hermanos) zu, welche sie gut und sicher vortragen. Ein wenig wundert ich, dass sie auch während der Aufführung immer wieder die Stimmgabeln nutzen; aber vielleicht soll das auch nur verdeutlichen wie schräg und ungewohnt die zu singenden Noten sind. Jetzt kommt einer der Höhepunkte des Abends: Die Uraufführung des Stückes "Mouvements de l'eau - Jeux de l'aire" von Hans Schanderl. Dieses Stück wurde für die vier Ensembles geschrieben und geprobt. Dabei standen die Sänger an unterschiedlichsten Stellen - die Hannover Harmonists auf der Bühne, das Folkwang Vokalensemble rechts und links davon, das Ensemble Formosa und das neue Vokalensemble oben auf der Empore. Geleitet wurde dieser Chor von Dr. Jörg Breiding, dem Dirigenten des Volkswangensembles und des Knabenchores Hannover. Wir hatten gute Plätze - recht gut in der Mitte, wurden aber weniger von Jörg und seinen Bewegungen gestört. Dafür konnten wir den Klang gut hören der entstehen sollte - teilweise hatten wir das Gefühl im Innern einer Glocke zu sitzen, weil die verschiedenen Schläge und Geräusche immer aus verschiedenen Richtungen kamen. Die Sänger selbst konnten nur schwer nachvollziehen wie der Klang für die Zuschauer sein würde - sie kannten ja "nur" ihre Stimme und hörten ihre Nachbarn, aber die Quadrophonie konnten sie natürlich an ihrem Platz nicht erleben. Später hörten wir dass die Generalprobe wohl besser lief - aber als Zuhörer hat man nicht wirklich mitbekommen wo das Stück falsch lief, dafür war man mit den Eindrücken auch sonst gut beschäftigt. Nach der Pause durften wir dann das Folkwanger Vokalensemble hören: Dieses hatte eine eigene Uraufführung mitgebracht und sang Stücke von Britten, Schlothfeld und Knut Nystedt. Mir persönlich hat das Stück XLII von William Shakespeare am meisten gefallen - weil gerade viel mit Worten und Ausdruck gespielt wurde. Zu guter Letzt durften die Hannover Harmonists ihre Stücke präsentieren: Eine kleine Mischung aus eher Kinderstücken (Vollalarm), ruhigen aber schrägen Melodien (von Arvo Pärt) und einer epischen Geschichte - ein Gedicht (welches vom Komponisten des Stückes vor dem Gesang vorgetragen wurde) wurde vertont und erzählt die Geschichte des Farmes David Big auf der Suche nach der Frau seines Lebens. Auch wenn mich vor dem Konzert die vielen "neuen" Melodien eher schreckten fand ich das Konzert sehr spannend - einmal weil sehr viele unterschiedliche moderne Stücke vorgetragen wurden, andererseits weil durch die Quadrophonie auch ein neues Hörerlebnis entstand. Gerade diese Gegensätze (auch die Geschichte von David Big ist ja modern!) haben den Abend eher unterhaltsam und kurzweilig gemacht. Gerne mehr davon
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