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Going Postal (Ab die Post)

Ich hatte mal wieder meine Pratchett-Zeit und festgestellt dass in der Zwischenzeit zwei neue Bücher von ihm herausgekommen sind.

Going Postal handelt von einem Betrüger, der auf Betreiben von Lord Vetinari hin die alte Post wiedereröffnet, und zwar als Konkurrenz zu den Klackern. Diese wurden inzwischen von einem Konsortium von Geschäftsmännern übernommen, deren Ziel es ist, möglichst viel Geld zu scheffeln, ohne Rücksicht auf Verluste. Sinnvolle maßnahmen wie die Stunde der Toten (Wartungsfenster) wurden gestrichen, dafür werde Türme benutzt bis sie auseinanderfallen... Ähnlichkeiten mit dem Wirtschaften realer Firmen ist bestimmt Zufall...
Der neue Postminister sorgt also dafür dass alte Post die jahrelang im Gebäude der Post vermoderte, endlich wieder zugestellt wird (auch an die Götter), dass Briefmarken erfunden werden und immer ein bisschen Show geliefert wird.
Schön zu lesen mit genügend Spitzen finde ich ;-)

Neuer Reisepaß fertig

Wow. Es hiess irgendwie, der neue Paß würde 6 Wochen dauern und was ist? Nach knapp 3 Wochen kriege ich den Brief dass er zur Abholung bereit liege.
Ja, das ist noch ein alter. Ohne RFID ;-)

Chaosradio 107: Podcasting

Für einiges ist Fitnessen recht gut. Unter anderem, um das Chaosradio vom letzten Monat zu hören. Knapp 3 Stunden Sendung, mit viel Musik dabei, Nachrichten und ein wenig Fritz-Werbung.
An sich eine sehr schöne Sache. Leider ist das Podcast noch nicht verkapitelt - das heisst man hat eine riesige Datei, die man von vorne bis hinten durchführen kann/sollte. Leider kann der iPod nicht mit Bookmarks das ganze "anhalten" und später weiterhören (zumindest habe ich es nicht gefunden); gtkpod scheint gar keine Podcasts zu können. Schade eigentlich.
Aber praktisch sind die Chaos-Sendungen fürs Fitnessen schon, so hat man was spannendes zu hören während des Quälens.

Solaris und ZFS endlich verheiratet

c0t0d0s0 berichtet: Laut Jeff Bronwick ist bei ZFS nach 5 Jahren Entwicklung das "putback" geschehen. Das heisst, das neue Filesystem ZFS ist in den Solaris-Code integriert. Im Solaris-Express wird es in den nächsten Wochen reinkommen.
Einige Leute werden fragen, was ZFS eigentlich ist. Es ist ein neues Filesystem, entwickelt für Solaris, welches (wie bei neuen Sachen üblich) erst einmal ein paar alte Grenzen sprengt, wie die maximale Größe eines Dateisystems. Aber es bringt auch neue Konzepte mit sich - der Benutzer sieht nicht mehr die physikalisch angeschlossenen Platten, sondern nur noch den "Pool" des gesamten verfügbaren Storages. Das Benutzte Filesystem ist auch nicht statisch von der Größe her, sondern wird dynamisch angepasst. Ich weiss noch nicht wie sich das dann auf der Benutzerebene auswirkt (ist das Filesystem immer zu 95% gefüllt?), aber ich bin mal gespannt wann wir es zum ersten Mal testweise einsetzen werden...

Update: Technische Infos zum Zetta File System gibts hier.

Windows und hosts-Datei - Fallstrick

Heute wollte ich einen Windows-Laptop dazu bringen, einige Webseiten von einem Rechner nebenan zu holen, welcher direkt an den Laptop angeschlossen ist. Damit er alle anderen Webseiten vom normalen Netz holt wollte ich in der hosts-Datei (Windows/system32/drivers/etc/)- die IP für diesen Rechner eintragen.
Ich hatte etwa 30 hostnamen (www.blabla.de) auch brav eingetragen und dann mit ping probiert ob die IP richtig aufgelöst wird.
Wie sich herausstellte ging das nur bis zu einem bestimmten Hostnamen. Bei weiteren Tests stellte sich heraus dass der Hostname egal ist - wie weit in der Zeile er steht ist wichtig. Es scheint ein Limit für die Zeilenlänge bei Windows für diese Datei zu existieren.
Das ganze auf mehrere Zeilen zu verteilen führte zu lustigen Fehlermeldungen; angeblich sei der Zielrechner nicht erreichbar.

Das Ende vom Lied ist, dass wir auf dem Laptop einen kleinen DNS-Server installiert haben der nun für die Webseiten die interne IP rausrückt... umständlich, aber wohl nötig.

Der nächste Schritt der Musikindustrie zum Thema Kopierschutz...

Heise vermeldet, dass Sony auf neuere CDs einen neuen Kopierschutz benutzt, der sich tief ins Windows-System einpflanzt. Sobald man die CD ins Laufwerk legt (um die Musik mit dem beigelegten Mediaplayer abspielen und/oder brennen zu können), wird eine Software installiert, die sich erstmal vor dem Benutzer versteckt und alle zwei Sekunden alle offenen Programme nach verdächtigen Zugriffen durchsucht.
Selbst wenn man nachvollziehen will und kann warum Sony das tut - die Ausführung ist alles andere als geschickt. Das Verstecken der Programme und Verzeichnisse funktioniert, indem Windows gesagt wird das alles was "$sys$" im Namen hat nicht angezeigt werden soll. Das gilt dann für den ganzen Rechner. Wenn man also was verbergen will (als Nutzer, Virenprogrammierer oder sonstwer) nennt man sein Programm oder seine Datei einfach $sys$irgendwas und schon wird es nicht mehr gefunden.

Der zweite "Fehler" ist aber in meinen Augen genauso schwerwiegend: Alle laufenden Prozesse werden auf Zugriffe überwacht. Alle zwei Sekunden achtmal. Das kostet natürlich Zeit und CPU-Zeit. Zeit, die dem Benutzer einfach gestohlen wird. Und er findet nicht einmal heraus warum der Rechner plötzlich langsam ist - man kann den Prozess ja nichtmal sehen.

Lustigerweise wird bei den Lizenzbedingungen zu der CD mit keinem Wort erwähnt dass diese Software von Sony einfach installiert wird. Geschweige denn welche Auswirkungen diese Software hat. Ich bin sehr erschreckt über diesen Weg, den Sony da geht - ihnen ist es wichtiger dass ein paar Kopien weniger gemacht werden als die Sicherheit des PCs den der Nutzer da vor sich hat. Wenn die Software Probleme macht hat der Benutzer keine Kontrolle mehr. Sie kann (potentiell) den Rechner beschädigen, zu Datenverlust führen. Deutlich fähigere Menschen als ich habe Tests gemacht und gesehen dass das Programm recht oberflächlich programmiert - Probleme damit sind vorprogrammiert. Nachdem Sony der Urheber der Probleme ist bin ich mal sehr gespannt auf die ersten Klagen gegen Sony aufgrund ihres neuen Kopierschutzes.

Geiz ist geil...

Eine Mentalität die ich einfach nicht verstehe:

>>> X braucht ne emailadresse
<R> X:
<R> oder muss die auch jemandem gehören?
<X> nein sie sollte mir dann gehören und sollte wenns geht nix kosten
<R> Nimm halt nen Freemailer
<Y> gmx oder web.de
<X> und keine gmx 1+1 oder freenet kacke
<X> nee
<X> find keinen coolen
<X> web.de ....hat doch jeder
<Z> X: nimm nen ami freemailer (kein hotmail) da gibts gute alternativen
<X> bz ?
<X> wie find ich sowas ?
<Z> X: google
<X> ich gogle schon
<X> find nix
<R> X: was spricht gegen web.de?
<X> web.de hat jeder
<X> ich will abstechen

Was ich nie verstehen werde: Wieso muss alles umsonst sein und dann auch noch Qualität bieten? Ich mein, es gibt Freemailer, aber sie sind nicht "cool". Selbst sinnvoll suchen können manche Leute nicht. Und es darf natürlich nix kosten, aber man muss sich von allen anderen Leuten "abheben" durch seine Mailadresse.
Verstehe ich einfach nicht.