Welcher MTA? Immer eine gute Frage

Die Firma für die ich arbeite versendet mehrfach am Tag Newsletter. Als Mails mit PDF-Anhang an interessierte Leute die sich dafür extra eintragen und die Mailadresse verifizieren lassen müssen. Der bisher benutzt sendmail wurde dafür zu langsam - ausserdem oknnte ich da einige Sachen nicht einstellen. Also ging ich auf die Suche nach einem neuen MTA für diese Aufgabe.
Zuerst ging ich zu Exim. Das kenne ich gut von Debian her, war recht einfach zu konfiguireren - und ich konnte für einige Massenhoster auch Ratelimits einstellen; manchmal sehr praktisch.
Dann wunderte ich mich warum der Newsletter so lange brauchte: Nun ja - die Liste der Empfänger ist eine Alias-Datei. Diese wird bei exim seriell abgearbeitet - nur ein Queue Runner kann die Mail ausliefern. Da war iuch zwar drüber überrascht, aber gut. Damit war exim (leider) gestorben.
Postfix kam als nächstes an die Reihe. Übers Wochennede hatte ich dazu zwei Bücher mir angeschuat und im Kopf eine Grundkonfiguriation gebaut und diese gestern aufgebaut.
Was soll ich sagen? Bis auf Spezialtransporte für Rate-Limits ging das alles sehr flott. Ich kam mit dem logfile gar nicht mehr hinterher, so schnell waren die Mails versendet. Ich habe dann noch für einige Mailhoster dank dk_ und Jor noch einen eigenen Rate-Limitierten Transport gebaut, aber alles andere sieht richtig gut aus. Nun habe ich wieder was über MTAs gelernt ;-)
Vote for articles fresher than 7 days!
Derzeitige Beurteilung: none, 0 Stimme(n) 248 hits

Trackbacks

Trackback specific URI for this entry

This link is not meant to be clicked. It contains the trackback URI for this entry. You can use this URI to send ping- & trackbacks from your own blog to this entry. To copy the link, right click and select "Copy Shortcut" in Internet Explorer or "Copy Link Location" in Mozilla.

No Trackbacks

Comments

Display comments as Linear | Threaded

Waszszaf on :

Ach stimmt, den Newsletter wollte ich ja noch abbestellen. :-)

Marc 'Zugschlus' Haber on :

Die Aussage, dass exim seriell ausliefert, war von mir. Und ist falsch.

Es gibt eine Konfigurationsoption remote_max_parallel, die die Anzahl paralleler Auslieferung an "remote sites" steuert. Der Defaultwert ist (IMO unsinnigerweise) 2.

Man hätte das also vermutlich durch geeignete Konfiguration von exim tunen können. Was ich selbst nicht wusste.

Schade, denn ich hätte gerne mal wieder einen exim mit nicht vernachlässigbarem Mailaufkommen gesehen, um über sein Verhalten unter Last zu lernen.

Viel Spaß mit Postfix.

-thh on :

Marc ist mir zuvorgekommen. :-)

Exim versucht m.W. zunächst die sofortige Auslieferung der Mails, und das auch parallelisiert, mit diversen einstellbaren Maxima. Erst wenn das nicht direkt klappt - bzw. für die Empfänger, bei denen es nicht direkt klappt -, fällt die Mail in die Queue und wird dann - eine Mail zur Zeit - vom Queuerunner abgearbeitet. Auch dort müßte er aber bis zum einstellbaren Maximum parallelisieren.

Ansonsten bleibt immer noch qmail - irgendwoher muß es ja kommen, daß das als "Bandbreitensau" verschrieen ist. ge

Add Comment

Enclosing asterisks marks text as bold (*word*), underscore are made via _word_.
Standard emoticons like :-) and ;-) are converted to images.
E-Mail addresses will not be displayed and will only be used for E-Mail notifications.

To prevent automated Bots from commentspamming, please enter the string you see in the image below in the appropriate input box. Your comment will only be submitted if the strings match. Please ensure that your browser supports and accepts cookies, or your comment cannot be verified correctly.
CAPTCHA