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Hans Liberg in Bonn

Sonntag war ich in Bonn. Einerseits um meinen Bruder zu besuchen, andererseits um mit Freunden zu Hans Liberg zu gehen, einem niederländischen Klavierkabarettisten. Wobei es Klavier nicht ganz beschreibt - er hat jede Menge Musikinstrumente auf der Bühne; Tuba, Gitarren, Pauken, Keyboard und so weiter.
Hans Liberg spielt klassische Stücke - meistens nur Ausschnitte - und macht dann unerwartete Weiterleitungen - was zu spanennden Kombinationen führt - Beethoven meets Beatles oder so.
Dabei arbeitet er mit dem Publikum zusammen, führt es manchmal auf falsche Fährten oder singt mit ihm zusammen falsche Erkennungsmelodien - aber auf eine Art wo das Publikum sich nicht falsch vorkommt.
Sein neues Programm (Die Neunte) zielt natürlich auf Beethovens neunte Sinfonie ab, auf die er auch immer wieder zurückkommt. Aber er zieht einen Bogen über die Top 100 der klassischen Musik (im Sinne des Bekanntheitsgrades, nicht das was die Musiker gerne spielen ;-) ) und das Publikum kann aussuchen was er noch vorspielen soll.
Mir macht diese Art der Unterhaltung viel Spass und vielen anderen Leuten wohl auch, ansonsten wäre die Oper (gemietet vom Pantheon) nicht so schnell ausverkauft gewesen für dieses Konzert. Ich habe nur durch großes Glück überhaupt noch eine Karte bekommen, aber es hat sich auf jeden Fall gelohnt.

RFID und seine Erkennbarkeit

Ob die Bundesregierung sich traut diesen Bericht zu lesen?

Bruce Schneier zitiert einen EPIC-Artikel wo zu lesen ist:


A document obtained by EPIC from the State Department reveals that 2004 government tests found passports with radio frequency identification (RFID) chips that are read 27% to 43% less successfully than the previous Machine Readable Zone technology (two lines of text printed at the bottom of the first page of a passport).


Da fragt man sich doch glatt warum nun der RFID-Hype weitergenutzt wird...

Das Finanzamt will ab nächstem Jahr Geld für Auskünfte

Der Spiegel heute morgen ist durchaus interessant: Laut diesem Artikel möchten die Finazämter für eine gesicherte Auskunft Geld haben - 50€ pro halbe Stunde, mindestens 100€ pro Auskunft.

Das machen ja immer mehr Ämter; das Informationsfreiheitsgesetz sollte ja auch für mehr Transparenz sorgen und wird quasi dadurch behindert dass man bis zu 500€ für ein Auskunftsersuchen zahlen sollen. Was effektiv dafür sorgt dass Otto-Normalbürger keine Auskunft über sich einholen kann weil es schlicht und ergreifend zu teuer ist.

Die Begründung dafür finde ich auch bei den Finanzämtern dreist (Zitat Spiegel-Artikel):

Ein Sprecher des Bundesfinanzministeriums verwies auf die Begründung zur Änderung des Gesetzes. Darin heißt es, dass wegen der "Kompliziertheit des Steuerrechts" auch die Zahl der Anträge "stark ansteigen wird". Dies führe zu erheblich mehr Arbeit. Und da eine Auskunft "eine Dienstleistung gegenüber dem Steuerpflichtigen" darstellt, sei die Gebühr "sachgerecht".


Das heisst: weil die Politiker (wer auch immer gerade regiert) immer mehr sich dem Lobbyismus beugen und das Steuerrecht durch viele viele Sonderfälle verkomplizieren sollen wir nun dafür bezahlen?

Und was würde uns dagegen eine Vereinfachung des Steuerrechts einbringen; wieviel Personal könnte man da wohl einsparen wenn es sowas wie eine "Vereinfachung" gäbe wie es im Gespräch war; jeder 30% oder so ähnlich?

Bodo Wartke in Heidelberg

Heute abend habe ich mich mit einer Bekannten getroffen um in Heidelberg Bodo Wartke zu besuchen. Der Klavier-Kabarettist ist mir schon länger bekannt - hauptsächlich durch seine CDs, aber auch durch den Auftritt bei Poetry Slam und bei Songs an einem Sommerabend.
Nun hatte ich endlich auch mal die Gelegenheit ihn live zu erleben - und ich muss sagen, da wirkt er noch besser. Wir waren in einem kleinen Theater, hatten uns extra hinten hingesetzt - weil auf dem abgedeckten Billardtisch konnte man wunderbar über die anderen Leuts drüberschauen und so Bodo Wartke richtig geniessen.
Auch wenn ich viele Lieder schon von CDs her kannte - das Programm hat einfach Spass gemacht; insbesondere weil er sehr auf das Publikum eingegangen ist. Er hat viel mit dem Publikum gespielt oder es mit eingebunden (eine lyrische Geschichte hat er mit Hustenbonbon im Mund vorgetragen was noch für zusätzliches Gelächter sorgte; nicht zu vergessen sein Problem beim Erzählen der Ödipus-Geschichte) und auch seine Stücke sind durch die Wortspiele einfach erheiternd - bei manchen muss man zweimal nachdenken, aber das schadet den Lieder nicht.
Auch wenn dies einer der letzten Auftritte mit diesem (alten) Programm war - ich bin froh dafür nach Heidelberg gefahren zu sein; die beiden nächsten Programme kommen auch noch dran ;-)